Aktuelle Meldungen Hessentag 2018 in Korbach

Die Hessentagskastanie in Düdinghausen: Hubertus, Gisela und Julia Lichte sitzen häufig unter dem Baum, den sie 1997 beim Landesfest in Korbach als Setzling geschenkt bekamen.

Die Hessentagskastanie von 1997 - so sieht sie heute aus

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1997 gepflanzte Kastanie ruft Hessentagserinnerung wach

Den Hessentag 1997 in Korbach wird Familie Lichte aus Medebach wohl nie vergessen: Eine junges Kastanienbäumchen, das das Ehepaar mit seinen Kindern vor 20 Jahren beim Landesfest in Korbach geschenkt bekam, ist im heimischen Garten in Düdinghausen inzwischen zu einem stattlichen Baum herangewachsen und ruft immer wieder Erinnerungen an das große Fest auf der anderen Seite der Landesgrenze hervor. Nun kommt der Hessentag wieder nach Korbach - und mit ihm die sympathische Familie aus dem Westfälischen.

"Wir werden den Hessentag in Korbach auf jeden Fall besuchen", sagt Hubertus Lichte, "die Konzerte, die Hessentagsstraße und Landessausstellung interessieren uns." Bei der Landesschau damals, als es im Juni 1997 beim ersten Hessentag in Korbach getreu dem einstigen Motto hoch her ging, bekamen Hubertus und Ehefrau Gisela Lichte von einer Baumschule die junge Kastanie in einem Plastiktopf geschenkt. "Auf der Heimfahrt hielt unsere Tochter Julia, zu der Zeit sieben Jahre alt, das kleine Bäumchen im Auto gut fest, damit nichts damit passierte", erzählt der Vater.

Das Geschenk der Baumschule kam den Lichtes gerade recht. Denn der Garten des im Jahr zuvor fertiggestellten Einfamilienhauses am Ortsrand von Düdinghausen "sah noch aus wie eine Mondlandschaft", beschreibt der 55-Jährige. So habe man den Setzling am Rande des Grundstücks eingepflanzt und darauf gehofft, die junge Kastanie möge angehen und sich gut entwickeln. Der Baum wuchs und wuchs, obwohl "er keine leichte Kindheit hatte", sagt Hubertus Lichte rückblickend mit einem Augenzwinkern. Denn Sohn Franz, heute 22 Jahre alt, habe als Kind beim Spielen im Garten den einen oder anderen Fußball durch die Zweige geschossen. Der Baum trotzte allen Widrigkeiten, und so wie sich die Familie entwickelte, die Kinder wuchsen und als inzwischen junge Erwachsene ihre Wurzeln schlugen, so begleitet die Kastanie bis heute das Leben der Lichtes. "Und im vergangenen Jahr trug der Baum dann auch erstmals Früchte", sagt die 53-jährige Gisela Lichte voller Freude.

Auf einer Bank unter dem Baum sitzen die Eheleute inzwischen in den Sommermonaten häufig - und denken dabei nicht selten an den Hessentag zurück. Auf die Neuauflage in Korbach freuen sich Gisela und Hubertus Lichte sehr. Nach Besuchen hessischer Landesfeste in Kassel, Ober-Ursel oder Herborn sei es nun sehr schön, "den Hessentag wieder direkt vor der Haustür zu haben." Wegen dieser Nähe wollen die Lichtes mehrmals nach Korbach kommen, unter anderem das Santiano-Konzert besuchen (zum Vorverkauf hier klicken).

Für sie als Westfalen sei es übrigens ein kein Problem, zum Feiern ins benachbarte Hessen zu fahren, schließlich liegt Korbach nur wenige Kilometer entfernt. "Und über die Grenze zu fahren, tut auch gar nicht weh", rät Gisela Lichte ihren "Landsleuten", in der Zeit vom 25. Mai bis 3. Juni 2018 den Weg ins Waldecker Land anzutreten. Das macht ihr Ehemann Hubertus übrigens tagtäglich wegen seiner Arbeit: Der Familienvater verdient seit 40 Jahren sein täglich Brot als Bäcker bei einer Bäckerei und Konditorei in Usseln. Und auch nach Feierabend gibt es einen Bezug nach Hessen: Von der Terrasse in Düdinghausen aus kann man den Eisenberg, den Hausberg der Korbacher, sehen. Wenn der Blick nicht an der Kastanie hängen bleibt...

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